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Anker 7

Erlebe Schweden

(Mai 2022)

 

Endlich ist es soweit.

Die letzte Mai-Woche naht und die Freude auf die lange geplante Radtour steigt so langsam aber sicher. Man ist gesund, alles ist heile und in einem Akt eines 2-stündigen „Pack-Wut-Anfalles“ auch schon im Auto verstaut.

Eigentlich kann es losgehen. Eine Nacht noch schlafen und bis Mittag noch auf die Arbeit.  Es ist der 23.05.2022 und morgen geht es los.

Alles in mir freut sich bereits auf die Tour und das Einschlafen, obwohl man einen stressigen Tag hatte, fällt schwer.

Aber wohin soll es denn nun überhaupt gehen, werdet ihr euch sicherlich fragen.

Nun es geht nach Schweden. Januar 2022 stellte sich in der Familien-Urlaubsplanung heraus, dass über Himmelfahrt dieses Jahr ein idealer Zeitpunkt sei, eine 4-5-tägige Radtour zu unternehmen. Leider alleine ohne Antje. Freitag ist, bei ihr auf Arbeit, kein Brückentag.  

Somit war die Aufgabenstellung klar. Es sollte etwas Neues sein. Zudem, sollte es in dem geplanten Zeitraum, ohne eine lange Anfahrt gut erreichbar sein und das Familienbudget minimalst belasten.

Spontan viel mir Süd-Deutschland ein, doch ich wollte nicht an Campingplätze, Hotels oder Pensionen gebunden sein. Bei den mir spontan ins Auge gefallenen Routen hätte ich stets im Hotel oder Pensionen übernachten müssen. Dieses wäre zzgl. der Anfahrt ein nicht unerhebliches finanzielles Budget gewesen und kam daher nicht in Frage.

Daher kam ich auf Skandinavien, wo das bekannte „Jedermannsrecht“ das Wildcampen als Wanderer, Kanute oder auch Radfahrer rechtlich auf sichere Beine stellt und erlaubt. Insbesondere Schweden war bei mir im Fokus, denn nicht einmal 40 Minuten Autofahrt entfernt von uns liegt Travemünde. Dort besteht die Möglichkeit, preiswert mit einer Fähre, nach Schweden zu kommen.

So dauerte es nicht lange, dass Schweden „eingeloggt“ und eine Überfahrt mit Auto inkl. Kabinen gebucht war. Insgesamt schlugen hier aufgrund der frühen Buchung „nur“ insgesamt 153€ für die Fähre zu buche. Von uns zu Hause bis zum Startpunkt der Radtour in Kristianstad werde ich nicht einmal 2 Std. mit dem Auto zurücklegen müssen. Das klingt entspannt.  

Schweden liegt im Norden Europas und ist Mitglied der Europäischen Union.  

Es bildet zusammen mit Norwegen und Dänemark die Region Skandinaviens. Im weiteren Sinne gehören auch FinnlandIsland, sowie die Färöer Inseln zu Skandinavien.

Diese nordeuropäischen Länder sind bekannt für ihre einzigartige Natur, große Nadelwald-Bestände, eine Vielzahl von Wildtieren, ihre Kultur und Geschichte. Man denke nur an die Wikinger.  Sie stellen daher für viele ein beliebtes Reiseziel dar.

Schweden hat eine lange Küste an der Ostsee, sowie eine lange Grenze mit Norwegen. Im Süden und an der Küste ist die Landschaft eher flach und weitläufig. Im Nordwesten gibt es hingegen viele hohe Berge. Während weite Teile des Landes flach bis hügelig sind, steigen entlang der norwegischen Grenze die Gebirgsmassive, der Skanden bis auf über 2000 m Höhe an.

Bereits 1909 richtete Schweden als erstes Land in Europa Nationalparks ein. Mittlerweile sind knapp 15 % des Landes durch Naturschutzgebiete oder -reservate, sowie weiteren 30 Nationalparks geschützt.

Das Klima ist für seine geographische Lage recht mild. Begünstigt wird dieses durch den Golfstrom aus dem Atlantik, dessen Ausläufer in die Ostsee strömen.

Der Norden Schwedens liegt allerdings oberhalb des Polarkreises. Gerade in den Hochgebirgen sind hier mit Temperaturen unter minus 50 Grad Celsius im Winter zu rechnen.

Da sich Schweden zwischen dem 55. und 69. Breitengrad erstreckt und ein Teil nördlich des Polarkreises liegt, ist der Unterschied zwischen dem langen Tageslicht im Sommer und der langen Dunkelheit im Winter erheblich. Im Norden erlebt man im Winter sehr lange Nächte und im Sommer sehr lange Tage. Je nördlicher man kommt, desto länger werden die Tage. Im Mai bis zu 20 ½ Stunden. Im Juni haben wir die längsten Tage im Jahr in Schweden.  

Schweden ist etwa um ein Viertel größer als Deutschland. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 10 Millionen leben dort allerdings nur im Vergleich nur ein Achtel der Bevölkerung Deutschlands.

Als Amtssprache gilt Schwedisch. Im Norden lebt ein Volk mit einer eigenen Sprache, die Sami. An der Grenze zu Finnland sprechen einige Schweden Finnisch als Muttersprache. Englischsprechende Radtouristen haben in der Regel kein Problem in Schweden zurecht zu kommen.  

Raubtiere wie BraunbärenWölfeLuchse und Vielfraße sind in den letzten Jahren wieder auf dem Vormarsch. Immer strenger werdende Umweltbestimmungen unterstützen die Regeneration der schwedischen Flora und Fauna.   

Die vielen Seen und langen Küsten bieten viel Lebensraum für Wassertiere: Süß- und Salzwasserfische gibt es reichlich, und auch BiberFischotter und Robben sind häufig anzutreffen. Der Elch kommt tatsächlich häufig in Schweden vor, er ist ein besonders großer Hirsch.

Das hört sich doch spannend, vielseitig und wettertechnisch recht gut an, oder?

Am 24.05. warteten bis gegen Mittag noch zwei Meetings auf mich im Büro, so dass ich im Anschluss, gemütlich nach Travemünde fuhr. Alles war ja bereits eingeladen und das Fahrrad wartete darauf nur noch vom Radträger wieder heruntergenommen und auf die Piste gerollt zu werden.

Ich fuhr das erste Mal mit der TT-Line und war gespannt, was mich erwarten würde. Jede Fährgesellschaft hat ihre „Besonderheiten“. So war es auch hier. Bei der Color-line und  der Stena gab`s die Boardingpässe immer am Schalter und man bekommt noch ein „Gute Fahrt“ mit auf dem Weg. Außerdem hat man die Möglichkeit, im Rahmen der Abfertigung, die eine oder andere kurze Frage zu stellen. Bei der TT-Line in Travemünde gibt es diese Möglichkeit allerdings nicht. Es erwartet einen eine Schranke und davor ein „Self-Check-in“ Schalter. Pech für all` diejenigen, welche spontan meinen an der Fähre noch ein Ticket kaufen zu können, wie bspw. bei Scandlines auf der Route Puttgarten (D) <-> Rᴓdby (DK).  In Trelleborg gibt es allerdings vor Ort einen Infopoint von der TT-Line. Das war auch gut, denn auf der Rückfahrt wollte der „Self-Check-In-Automat“ meine Buchungsnummer einfach nicht akzeptieren. Die nette Dame am Schalter händigte mir unmittelbar den Boardingspass aus. Das war Klasse!

Hin ging es mit der „Marco Polo“. Diese Fähre würde ich nicht wieder nehmen. Es war einigermaßen sauber und ordentlich. Auch fühlte ich mich sicher. Das ist nicht der Punkt. Die „Marco Polo“ schien mir eher als reine LKW-Fähre ausgelegt zu sein. Auch die wenigen PKW und Wohnmobile, welche mich auf der Fahrt begleiteten, wurden zwischen den LKW gelotst. Es war extrem eng und man hatte nicht wirklich die Übersicht, wohin man nach dem Abstellen des Fahrzeuges sich hinbewegen sollte, um ein paar Decks höher zu kommen. Alles stand in Fahrtrichtung der Fähre. Und nach Ankunft in Trelleborg stellte sich heraus, dass alle Fahrzeuge rückwärts einzeln rausgelotst wurden um die Fähre zu verlassen. Da alles gemischt stand, war das schon abenteuerlich. Ich wartete ca. 45 Minuten bis ich an der Reihe war und von Bord durfte. So war es nicht verwunderlich, dass nicht nur ich darüber sehr erstaunt über dieses Vorgehen und nicht gerade amüsiert war. Auf der Rückfahrt erwischte ich es besser. Ich fuhr mit der „Akka“. Diese Fähre ist zwar etwas in die Jahre gekommen, aber sehr gemütlich und mit vielen Annehmlichkeiten für die Touristen ausgelegt. Sehr zu empfehlen! Bei meiner Buchung kostete die „Akka“ lediglich 5 Euro mehr als die „Marco Polo“.

Aufgrund der der verzögerten Abfahrt in Trelleborg kam ich erst kurz nach 01:30Uhr in Kristianstad an. Ich war wirklich müde und fuhr direkt zum kostenlosen Parkplatz am Naturum. Was ich nicht wusste war, dass dieser zwar kostenlos ist, aber dieses nur für 4 Stunden gilt. Also kam diese Möglichkeit für mich nicht in Frage. So kam es, dass ich im Halbschlaf, direkt nach Kristianstad rein fuhr, um dort die nächstbeste Möglichkeit zum Parken und Schlafen zu suchen.

In Schweden wird allgemein kaum noch mit Bargeld bezahlt. Die Parkscheinautomaten nehmen hier keine Münzen mehr. Man kann entweder mit Kreditkarte oder per App bezahlen. Ich kann euch hier die App „SmartPark“ oder auch „EasyPark“ an Herz legen. Dort könnt ihr euer Zahlungsmittel hinterlegen, den jeweiligen Standort auswählen wo euer Fahrzeug steht (in der Regel sind an den Parkplätzen Schilder, der einzelnen Anbieter mit einem CODE für den jeweiligen Standort aufgestellt), euer Kennzeichen eingeben, sowie entweder einen fixen Parkzeitraum, oder auch nur ein „Start“-Zeitpunkt eingeben bis ihr euch wieder ausloggt.  Die volle Kostenkontrolle ist dabei stets gegeben, denn die Parkdauer, inkl. der Kosten, werden stets in der App, jederzeit abrufbar getrackt.

Wollt ihr nun wissen, wie es mir im Detail auf der Tour erging? Nichts leichter als das. Klickt einfach auf das Video und schaut es euch an 😊

Euer Francisco

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Ich mit Rad an der Ostsee (1 von 1).jpg
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Streckenübersicht Schweden Mai 2022.jpg
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